Jugendliche ließen sich allerhand einfallen

72-Stunden-Aktion - Jugendreferent Matthias Reeken erzählt über Projekte / Vier Teams setzen sich ehrenamtlich ein

Dekanats-Jugendreferent Matthias Reeken präsentiert die vier Umschläge mit den Aufgaben für die Teilnehmer der 72-Stunden-Aktion. (Foto: Hans-Peter Kuhnhäuser)

Die KO- (Koordinierungs-) Treffen waren erfolgreich, die Teams sind gebildet. „Vier Gruppen haben sich gemeldet und werden teilnehmen”, berichtet der Dekanats-Jugendreferent Matthias reeken, in dessen Büro die Fäden zusammenlaufen. Dass es „nur” vier Teams sind, sei einfach zu erklären, weiß Reeken. „Die jungen Leute sind heute vielfach gefordert und haben einen sehr engen Zeitplan.” Gleichwohl freue er sich natürlich über „alle, die mitmachen”, und die hätten sich „interessante Projekte” ausgedacht.

Zwei Varianten vorgesehen

Das stimmt allerdings nur für drei der vier Gruppen, denn im Drehbuch der 72-Stunden-Aktion sind zwei Varianten vorgesehen: Zum einen die „Do-it!”-Gruppen, die sich ein eigenes Thema gesucht haben und das dann auch umsetzen werden. Zum anderen die „Get-it!”-Variante, die eine Aufgabe zugewiesen bekommt, die von der KO-Runde ausgedacht wurde. „Wir haben wie gesagt vier Gruppen, davon drei aus der Stadt und eine aus Stuppach.” Die Mergentheimer Gruppen sind von der Lorenz-Fries-Schule.

Dazu kommen noch die LAMM-Ministranten (LAMM ist die Kurzform der Seelsorgeeinheit Löffelstelzen, Apfelbach, Mergentheim und Markelsheim). Sowie die ehemaligen Kapuziner-Ministranten. Die Stuppacher KLJB ergänzt das Quartett.

Und wie sieht es da mit ‚Do-it!’ und ‚Get-it!’ aus? „Bis auf die LAMM-Gruppe haben sich alle ein eigenes Aufgabenfeld gesucht”, erklärt Reeken, „die LAMM-Gruppe bekommt ihre Aufgabe erst am 23. Mai um 17.07 Uhr zugewiesen. Und dann müssen die gleich loslegen.” Natürlich wurde allen Teams in der Vorbereitungsphase Unterstützung gegeben – „dafür sind das Jugendreferat und die KO-Runde ja auch da”. Dennoch: „Es gab und gibt viel zu tun für die jungen Leute. Es sind durchweg ansprechende Projekte, zumal ja auch das Organisatorische im Vorfeld erledigt werden muss.”

Die Lorenz-Fries-Schule wird sich mit der Person ihres Namensgebers auseinandersetzen und dazu auch einen Aktenschrank bauen, der seinen Platz im Deutschordensmuseum finden wird. In die Schubladen kommen die Vorlagen für spezielle, von und mit der Gruppe ausgearbeitete museumspädagogische Projekte. „Eine tolle Sache”, sagt Reeken.

Die Stuppacher KLJB will Sitzgelegenheiten beim Beach-Volleyballplatz schaffen – „für Zuschauer, aber auch für diejenigen, die sich auf das nächste Spiel vorbereiten”. Und dafür seien neben Erdarbeiten auch Zimmermanns- und Schreinerqualitäten gefordert. „Ein durchaus ehrgeiziges Projekt”, lobt der Dekanats-Jugendreferent das Engagement der Stuppacher. Die ehemaligen Kapuziner-Ministranten „justieren noch die Stellschrauben ihres Projekts, da will ich noch nichts verraten”, sagt Reeken. Doch auch dieses Vorhaben verspricht Überraschungen. „Das wird spannend für alle Beteiligten.”

Bleibt die LAMM-Gruppe, und „die sind ja ‚Get-it’, da darf natürlich nichts verraten werden”, betont Reeken. Die LAMM-Aktiven bekommen ihre Aufgabe erst bei der Eröffnungsveranstaltung, unmittelbar mit dem Startschuss um 17.07 Uhr mitgeteilt. Der „Countdown” findet am Donnerstag, 23. Mai, ab 15.30 Uhr im inneren Schlosshof statt, und natürlich haben die Verantwortlichen ein buntes Programm vorbereitet. „Mit dabei sind Vertreter aller teilnehmenden Gruppen, Pfarrer Bogdan Stolarczyk sowie Gäste. Auch der Landrat wird kommen”, sagt Reeken. Das offizielle Aktionsradio, SWR3, begleitet diese landesweite Aktion und berichtet dabei live vom landesweiten Startschuss sowie natürlich auch über den Stand der Dinge im Dekanat Mergentheim.

„Ich wünsche mir und unseren Gruppen, dass alles wie vorgesehen klappt und auch die nötige Unterstützung kommt, wenn sie gebraucht wird”, betont Reeken. Und natürlich „ist die Öffentlichkeit eingeladen, sich selbst einen Eindruck von den Projekten vor Ort zu verschaffen.” Hingehen, zuschauen, einen Kasten Limo oder ein paar belegte Brötchen vorbeibringen, vielleicht sogar bei Engpässen hilfreich zur Seite stehen – es gibt viele Möglichkeiten, die vier „72-Stunden“-Gruppen im Dekanat zu unterstützen und zu motivieren. Und natürlich werden Reeken und die KO-Mitglieder während der 72 Stunden immer wieder die Gruppen besuchen; zum Teil werden dabei auch interessierte Gäste mitkommen.

Wer nun selbst Lust verspürt, an diesen drei Tagen aktiv mitzumachen, kann sich im Dekanats-Jugendreferat melden: Katholisches Jugendreferat/ BDKJ Dekanatsstelle, Mühlwehrstraße 12 , 97980 Bad Mergentheim , Telefon 07931 / 52728.

Hans-Peter Kuhnhäuser, Fränkische Nachrichten, 15.05.2019, www.fnweb.de