Haydn-Orgelmesse zu Ostern geplant

Münsterchor St. Johannes: Im Rahmen der Jahreshauptversammlung Bilanz gezogen und nach vorn geblickt

Ein Teil der Ausgezeichneten mit den Offiziellen. (Foto: Münstergemeinde)

Nach der vom Kirchenchor mitgestalteten Eucharistiefeier im Münster begrüßte Vorsitzender Karl Nies im Gemeindehaus die Zusammenkunft Kirchenmusikdirektor Michael Müller und Dekan Ulrich Skobowsky.

Karl Nies erinnerte zunächst an das verstorbene Chormitglied Karl Kuhn. Er würdigte ihn für sein 55-jähriges Engagement im Münsterchor und seine langjährige Tätigkeit im Chorvorstand.

Danach dankte Nies den Chormitgliedern und im Besonderen Chorleiter Michael Müller für den eifrigen Einsatz 2016. Das zurückliegende Jahr sei eine besondere Herausforderung gewesen, da neben den Hochfesten des Kirchenjahrs, der liturgischen Gestaltung der Gottesdienste, die Altarweihen zur Wiedereröffnung der Marienkirche und St. Kilian in Markelsheim und die Auftritte im Mai und November im Rahmen der Heimattage angestanden hätten.

Michael Müller bedankte sich ebenfalls bei den Chormitgliedern und vor allem Karl Nies für seine unermüdliche Hilfe und vorbildliche Zusammenarbeit.

20 Termine absolviert
Beim Rückblick erwähnte er die 20 Termine, die der Münsterchor zu bestreiten hatte. Diese verteilten sich auf ganz unterschiedliche Anlässe: von relativ einfachen Chorsätzen wie Gräberbesuch, bis hin zu konzertanten Aufführungen mit deutlich höherem musikalischen und zeitlichem Einsatz. Er erinnerte an die Orchestermesse an Ostern, die neue Messe von Tambling bei den Altarweihen und an Weihnachten, die Volkslieder beim Eröffnungsturmblasen mit der Stadtkapelle, das Konzert mit dem Eltern-Lehrer-Ehemaligen-Chor von St. Bernhard.

Dazu Chorleiter Müller: „Was ich für besonders bemerkenswert halte, ist die Vielfalt des Repertoires, welchem wir uns gestellt haben. Ich sage nicht ohne Stolz: Das muss uns jemand auch mal nachmachen. Dazu gehört Offenheit, nicht nur von mir als Chorleiter, sondern auch von Euch, den Sängern, es gehört auch Disziplin dazu, Treue, Zuverlässigkeit.”

Des Weiteren berichtete Michael Müller, dass inzwischen über 400 000 Euro an Spenden für die Anschaffung der Orgel eingegangen seien. Umbaumaßnahmen in den kirchlichen Kindergärten sowie die Außenrenovierung der Münsterkirche müssten vorgezogen und zunächst angegangen werden. Bedauerlicher Weise werde deshalb die Innenrenovierung des Münsters St. Johannes erst in einigen Jahren stattfinden können. Die Anschaffung einer neuen Orgel müsse deshalb verschoben werden.

Anschließend wurde nach der Kassenprüfung der Vorstand entlastet.

Viele Termine stehen fest
Für 2017 stehen die meisten Termine bereits fest. Ostersonntag wird eine Orgelmesse von Josef Haydn zu hören sein.

Da Michael Müller in diesem Jahr sein 25. Dienstjubiläum feiert, möchte er am 1. Mai eine Maiandacht besonders gestalten. Am 23. September findet ein Diözesankirchenmusiktag in Ellwangen statt und am dritten Advent ist geplant, das Weihnachtsoratorium von Oskar Merkle zu musizieren - mit Kinderchor, Jugendchor, Münsterchor.

Ein Highlight des Abends waren die Ehrungen der Chormitglieder, die Dekan Skobowsky vornahm. Ausgezeichnet wurden Silvia Becher-Hofmann für zehn Jahre, Ulla Ehrmann für 25 Jahre, Michael Müller für 30 Jahre, Karl Nies für 30 Jahre, Josef Naber und Josef Noe für 55 Jahre Chormitgliedschaft.

In seinem Schlusswort sprach Dekan Skobowsky den positiven Aspekt der Zusammenarbeit in der Gemeinde an. Er empfahl, auf die eigene Wirkung zu achten und positive Echos wohlwollend zu erkennen.

Fränkische Nachrichten, 07.02.2017, www.fnweb.de