Einblick in eine alte Kunst geboten

In der St. Martinskapelle: Pfarrer i.R. Rochwalsky segnete 25 Ikonen

Die in einem Ikonenmalkurs unter Leitung von Melanie Klisch gestalteten Werke von 25 Hobbykünstlern wurden bei einer Feier in der Martinskapelle von Pfarrer i.R. Rochwalsky gesegnet. (Foto: Ludwig Hammer)

In der Kurstadt herrschte Feierabendstimmung, als viele Kirchenbesucher in die Martinskapelle neben dem Spital strömten. Einige von ihnen hatten ihre in wochenlanger, geduldiger Malarbeit geschaffenen Bildwerke mitgebracht und präsentierten sie jetzt mit Stolz und Freude.

Auf dem Hauptaltar und den beiden Nebenaltären waren etwa 25 Ikonenbilder aufgestellt, die in monatelanger Arbeit unter Anleitung von Melanie Klisch geschaffenen worden waren.

Was mit viel Können, Geduld und Feingefühl mit speziellen Ölfarben entstanden war, bot einen interessanten Einblick in die Ikonenmalerei, die früher in den Klöstern weit verbreitet war.

Die aus Ludwigsburg stammende Autodidaktin Melanie Klisch hatte sich vor rund 30 Jahren über die Volkshochschule eingebracht und ihre künstlerische Tätigkeit als Beraterin für viele Kurse in Bad Mergentheim, Heilbronn und Untermarchtal sowie in Tauberbischofsheim unter Beweis gestellt. Pfarrer i.R. Rochwalsky stimmte vor der Weihe mit seinen einführenden Worten auf die Ikonenmotive ein, die eigentlich aus der Kunst der orthodoxen Kirchen stammt und über die Klöster verbreitet wurde. Als Leiter der katholischen Erwachsenenbildung im Dekanat Mergentheim würdigte Andreas Steffel die Arbeit der Kursteilnehmer und vor allem der Leiterin, wobei das Wirken von Melanie Klisch auch mit Beifall belohnt wurde, zumal sie auch wieder die Farben aus einer oberschwäbischen Kreidemühle besorgt hatte.

Ludwig Hammer, Fränkische Nachrichten, 25.04.2017, www.fnweb.de