Die Bergkirche atmet auf

Holzfällerarbeiten zum Schutz und Erhalt der Wallfahrtskirche

Rund um die Bergkirche Laudenbach wurden Holzfällerarbeiten durchgeführt. (Foto: Kirchengemeinde)

Mit dem neuen Jahr bekam auch das Gelände rund um die Laudenbacher Bergkirche ein neues Erscheinungsbild. Bereits seit einiger Zeit stand der Wald rund um die Bergkirche immer wieder in der Diskussion. Selbstverständlich gilt es, die besondere Atmosphäre der Wallfahrtskirche - eingebettet in den Bergwald - zu erhalten. Doch diesem Argument steht sowohl die Sicherheit für die Gottesdienstbesucher, als auch der Schutz und somit der Erhalt des Gotteshauses gegenüber. Nach ausführlichem Abwägen aller Argumente hat sich der Kirchengemeinderat gemeinsam mit Pfarrer Burkhard Keck bereits Ende des vergangenen Jahres für die Holzfällarbeiten ausgesprochen. Grund dafür ist, dass sich in den Monaten von November bis März Feuchtigkeit in den Wänden und Mauern der Bergkirche breitmacht. Auf Dauer kann dies zu erheblichen Schäden und immer wiederkehrenden, hohen Renovierungskosten führen.

Bestes Beispiel hierfür ist das Grabmal des Grafen Melchior von Hatzfeld, welches vor einigen Jahren aufwändig und kostenintensiv restauriert wurde und bereits jetzt schon wieder unter der Feuchtigkeit der Gemäuer leidet. Durch das Fällen einiger Bäume und das Zurückschneiden der Hecken rund um die Bergkirche kann mehr Luft und Sonne an die Mauern der Wallfahrtskirche gelangen und diese somit besser abtrocknen. Nicht zu vergessen sind auch die Schäden, die besonders die großen und nahe am Gebäude stehenden Bäume, beispielsweise bei einem Sturm anrichten könnten.

Anfang des Jahres war es dann soweit. Försterin Edeltraud Wirth begutachtete mit fachmännischen Blick den Wald rund um die Bergkirche und zeichnete alle Bäume aus, die für Mensch oder Gebäude eine Gefahr darstellen könnten und deshalb gefällt werden müssen.

Wichtig hierbei war auch ihr, dass die besondere und weithin gelobte Atmosphäre rund um die Bergkirche erhalten bleibt. Pünktlich zum Frühjahr kann die Bergkirche über Laudenbach mit dem Gnadenbild wieder aufatmen und ihre Besucher aus nah und fern begrüßen.

CMDS, Fränkische Nachrichten, 08.03.2017, www.fnweb.de