23.03.16

Spenden für Flüchtlingskinder erbeten

159. Generalversammlung: Kolpingsfamilie Bad Mergentheim kam zusammen / Treue Mitglieder geehrt

Das Bild zeigt einige der Geehrten zusammen mit dem Vorsitzenden der Kolpingsfamilie, Alois Baumann. (Foto: Günther Etzel)

Bad Mergentheim. Am 19. März und am 1. Mai feiert die Kirche den Heiligen Josef. Adolph Kolping hat von Anfang an seine Bewegung unter den Schutz dieses Heiligen gestellt. Das Fest des heiligen Josefs, des Handwerkers aus Nazareth, ist ein besonderer Tag im Jahresablauf der Kolpingsfamilien. Auch für die 1857 gegründete Kolpingsfamilie Bad Mergentheim. Seit je her kommen die Mitglieder des Vereins am 19. März, dem Josef-Schutzfest, zu ihrer Generalversammlung zusammen.

Nach der Heiligen Messe im Münster, in der die Kolpingsfamilie auch ihrer verstobenen Mitglieder gedachte, trat die 159. Generalversammlung im katholischen Gemeindehaus zusammen.

Die Berichte der einzelnen Gruppierungen innerhalb der Kolpingsfamilie prägten die Versammlung. Der Vorsitzende Alois Baumann stellte die Beschlussfähigkeit der Versammlung fest und rief das abgelaufene Vereinsjahr, mit seinen Veranstaltungen, noch einmal in Erinnerung. Auch bedauerte er einen schleichenden Mitgliederrückgang, den man leider nicht aufhalten könne. „Uns sterben einfach zu viele Mitglieder weg”, so der Vorsitzende. Damit den Flüchtlingskindern in der Grundschule spielerisch das Verhalten im Alltag beigebracht werden kann, wurde in Absprache mit den verantwortlichen Lehrkräften ein Kaufladen mit Kasse, Spielgeld und einem umfangreichen Warensortiment zur Verfügung gestellt.

Für die Narrengilde „Lustigen Gesellen” legte der zweite Vorsitzende, Günther Etzl, einen Rechenschaftsbericht ab. Von den an der Fastnacht erwirtschafteten Geldern konnten im letzten Jahr unter anderem auch 500 neue Weingläser mit Kolpinglogo, zehn neue Kolpingschürzen, ein Head-Set und ein Funkmikrofon angeschafft werden.

Mit trockenen Zahlen wartete der Kassier Andreas Retzbach auf. Wenn auch die Einnahmen und Ausgaben sich nur noch die Waage halten, früher gab es wenigstens noch ein paar Euro Zinsen auf die Rücklagen, so sieht er die finanzielle Lage des Vereins doch auf soliden Beinen stehen. Die Kassenprüfer Frank Handrup und Jürgen Michelberger bescheinigten ihm eine einwandfreie, übersichtliche und nachvollziehbare Kassenführung und legten dem Gremium seine Entlastung nahe.

Einstimmig wurde dann, auf Antrag von Handrup, der gesamte Vorstand von der Versammlung entlastet.

Nach der Wahl der Delegierten für die Diözesanversammlung konnte der Vorsitzende langjährige Mitglieder ehren. Zusammen mit Präses Ulrich Skobowsky überreichte er Urkunden, Ehrennadeln und ein Weinpräsent an die Jubilare.

Die Mitgliederversammlung beschloss auf Antrag des Vorstandes eine Spende für die Renovierung der Marienkirche in Höhe von 500 Euro.

Dekan Skobowsky stellte in seinem Schlusswort fest, dass es manchmal auch ohne Pfarrer gehe, aber niemals ohne die Mitglieder des Vereins. Angesichts der vielfältigen Aufgaben, die die Integration der vielen Flüchtlinge auch hier vor Ort mit sich bringen, appellierte er an die Mitglieder, mehr den je im Sinne des seligen Adolph Kolpings zu handeln. „Wenn nicht wir, wer dann?” so der Präses.

Die Kolpingsfamilie Bad Mergentheim bittet daher um Spenden und sammelt für die Flüchtlingskinder in der Grundschule. Es werden ausgediente Schulranzen, gute Füller/Füllfederhalter, Schulmäppchen und Buntstifte benötigt. Die Sachen können am Samstag, 2. April, von 10 bis 12 Uhr, im Kolpingheim in der Marienstraße 1a, abgegeben werden. Info bei Günther Etzl: Telefon 07931 / 51158.

Geehrt wurden für 65 Jahre Mitgliedschaft: Josef Röder. 50 Jahre: Wolfgang Bucherer und Nikolaus Riegel.

25 Jahre: Benno Stöckle. Zehn Jahre Mitgliedschaft: Maria Ehrmann und Maria Mark.

Günther Etzl, Fränkische Nachrichten, 23.03.2016, www.fnweb.de