19.05.16

Ein Abschied ist gleichermaßen ein Neubeginn

Ökumenische Hospizgruppe Bad Mergentheim: Wechsel bei Koordinatoren vollzogen / Schwester Evarista und Rose Metzger von Aufgaben entbunden

Die ökumenische Hospizgruppe Bad Mergentheim mit den Krankenhausseelsorgern Pfarrer Eugen Höschle und Pfarrer Thomas Dreher. Im Vordergrund die beiden neuen Koordinatoren Reinhard Grauli, Rosemarie Heimberger sowie die nach langer Tätigkeit verabschiedeten Schwester Evarista Kotschy und Rose Metzger (von links, Foto: Hospizgruppe)

Beim ökumenischen Gottesdienst in der Krankenhauskirche Maria, Heil der Kranken, wurden die Koordinatorinnen der ökumenischen Hospizgruppe Bad Mergentheim verabschiedet und begrüßt.

Abschied und Neubeginn ist ein Thema, mit dem die insgesamt 14 Hospizhelfer durch viele Begleitungen vertraut sind. Gerade deshalb war es beim ökumenischen Gottesdienst in der Krankenhauskirche bewegend, wie Schwester Evarista vom Deutschordenskonvent im Caritas-Krankenhaus als Gründungsmitglied und beinahe 20-jähriger Koordinatorinnentätigkeit verabschiedet wurde. Im 80. Lebensjahr hat Schwester Evarista Kotschy diese Aufgabe nun abgegeben und betonte in einer kleinen Dankesrede, wie sehr sie die Zusammenarbeit in der Hospizgruppe schätze und wie dankbar die Aufgabe der Koordination mit motivierten Hospizhelferinnen gewesen sei.

In zahlreichen Haushalten und Heimen sowie an Kranken- und Sterbebetten war Schwester Evarista präsent und mit dem Auto der Deutschordensschwestern schnell zur Stelle. Mit Rat und Tat, Gebet und Gesang hat sie begleitet und die Einsätze geleitet.

Das gilt auch für Rose Metzger, die in den letzten fast vier Jahren die Koordination abwechselnd mit Schwester Evarista geleistet hat. Rose Metzger ist nach dem Abschied von Gisela Grammetbauer dankenswerterweise eingesprungen und hat sich die Aufgabe schnell zu eigen gemacht. Beide Kräfte bekamen einen Abschiedssegen mit auf den Weg. Weiter werden sie Begleitungen übernehmen, aber nicht mehr leitend.

Auch mit einem Segen wurden die Nachfolger begrüßt. Rosemarie Heimberger und Reinhard Grauli teilen sich seit Februar die Aufgabe. Rosemarie Heimberger zehrt dabei von den Erfahrungen der Hauswirtschaft und Telefonseelsorge, Reinhard Grauli bringt sein Wissen um Digitales mit ein.

Beide sind als Hospizhelfer ausgebildet. Sie haben die Gruppe in einer Phase des Umbruchs übernommen.

Neben den Genannten haben Christiane Zeller als Teil der Leitung und Elisabeth Teufel als Hospizhelferin ihre Aufgaben abgegeben. Dazu hat die Gruppe seit Januar auch die Begleitungen im Caritas-Krankenhaus übernommen. Sie kooperiert mit dem Krankenhaus und der Seelsorge in der oft kurzfristigen Begleitung Schwerkranker und Sterbender.
Dazu gehören auch die Einsätze in Haushalten und Senioreneinrichtungen der Stadt.

Pfarrer Höschle betonte in der Liturgie die Vielfarbigkeit von Geist und Gaben und bat um Kraft und Geistesgegenwart für die Ehrenamtlichen.
Pfarrer Dreher betonte in seiner Predigt, dass der Geist Jesu an Pfingsten ein Geist der Begegnung und Verständigung sei. Das sei am Lebensende in ganz besonderer Wiese erfahrbar, denn bis zum letzten Atemzug gelte das Wirken des Gottesgeistes, der Neues möglich mache.
Nach dem Gottesdienst gab es bei einem Empfang Gelegenheit zum Austausch, wovon reichlich Gebrauch gemacht wurde. Die beiden Krankenhausseelsorger betonten das Anliegen der Ökumene und der Kirchen im Dienst an den Menschen im Krankenhaus.

Um die Aufgaben der Sterbebegleitung dauerhaft zu meistern, wird es ab September wieder eine Hospizhelferinnen-Ausbildung in der Großen Kreisstadt Bad Mergentheim am Caritas-Krankenhaus geben, damit die Gruppe auch wieder wachsen kann. Interessenten können sich bei Krankenhauspfarrer Thomas Dreher melden.

Fränkische Nachrichten, 19.05.2016, www.fnweb.de