15 Jahre segensreiche Arbeit geleistet

Franziskanerinnen von Kloster Sießen - Sr. Daniela verlässt das Stadtkloster und wechselt nach Isny

Nach 15 Jahren als Schulseelsorgerin und Leiterin des Projekts „Stadtkloster“ verlässt Sr. M. Daniela Immler Bad Mergentheim und wechselt nach Isny. (Foto: Peter Keßler)

Das Stadtkloster hat Sr. Daniela aufgebaut und zuvor segensreiche Arbeit als Schulseelsorgerin an Grund- und Realschule St. Bernhard geleistet. Nach 15 Jahren versetzt der Orden sie jetzt nach Isny.

„Seelsorge pur” habe Sr. Daniela geleistet, die Franziskanerin vom Kloster Sießen. Das betonte Dekan Ulrich Skobowsky bei der offiziellen Verabschiedung während der Fronleichnams-Messe im Münster St. Johannes. Die Herzen der Mädchen und Jungen und auch die der Kolleginnen und Kollegen habe die erfahrene und hoch engagierte Schwester erreicht. Gemeinsam mit dem Jugendreferat und dem Schuldekanat habe sie Projekte gestartet wie die „Geschenk(t)e Zeit” an den Adventssamstagen oder das Taizé-Gebet, die „Nacht der Lichter” in der Caritas-Kirche. Die sei „heute nicht mehr wegzudenken aus Bad Mergentheim”.

Dann sei die Idee des „Stadtklosters” als „Geistliches Zentrum” geboren worden und herangewachsen. Nach ergebnislosen Gesprächen mit den Kapuzinern und den Barmherzigen Brüdern Trier habe für die Sießener Schwestern schließlich der Kontakt mit der Diözese Rottenburg-Stuttgart, dem Dekanat Mergentheim und der Münstergemeinde zum Ziel geführt.

So sei Sr. Daniela 2016 von der Diözese offiziell mit dem Aufbau des Stadtklosters beauftragt worden. Manches habe dabei viel Kraft und Nerven gekostet und manches habe ihr auch ganz viel Freude und Kreativität beschert - bei der Raumgestaltung und den inhaltlichen Ideen. „Das Stadtkloster ist dein Kind und bleibt dein Kind”, so der Dekan in seiner Laudatio.

Ein neuer Auftrag
Die aus Marientann im Allgäu stammende Schwester M. Daniela Immler, ausgebildet als Religionspädagogin, arbeitete zunächst als Gemeindereferentin in Wolfegg, ab 1999 leitete sie die Jugendarbeit im Kloster Sießen.

Ende 2005 kam sie als Schulseelsorgerin an die Grund- und Realschule St. Bernhard Bad Mergentheim. Es entspricht dem Brauch des Ordens, seine Schwestern immer wieder dorthin zu versetzen, so sie gerade gebraucht werden. So erreichte Sr. Daniele kurzfristig die Weisung, einen neuen Auftrag bei der Landpastoral in Isny zu übernehmen. Sie wird ihren Dienst dort voraussichtlich im Sommer antreten. Ihre Nachfolgerin als Leiterin des Geistlichen Zentrums Stadtkloster Bad Mergentheim wird Sr. Birgit Reutemann, derzeit Schulleiterin von St. Gertrudis, Mädchenrealschule und Gymnasium der Sießener Franziskanerinnen, in Ellwangen. Sie kommt allerdings erst im nächsten Februar ins Taubertal.

Bis dahin überbrücken die Schwestern im Bad Mergentheimer Konvent die wesentlichen Belange und machen Angebote des Geistlichen Zentrums. Schulseelsorge im St. Bernhard und das Projekt „Stadkloster” seien „Traumstellen” für sie gewesen, stellte Sr. Daniele im Rückblick fest.

Der Abschied von ihrem „Herzensprojekt” falle ihre schwer und sie sei sehr dankbar für die Zusammenarbeit mit vielen tollen Leuten in der Bad Mergentheim Zeit, insbesondere mit „vielen vielen engagierten Ehrenamtlichen, die mich und uns sehr unterstützt und in diesem wunderbaren Projekt bestärkt haben”.

Peter Keßler, Fränkische Nachrichten, 17.06.2020, www.fnweb.de