08.04.16

Maria in der Kunst der Gegenwart

Beginn der Vortragsreihe zur Leuchtturmveranstaltung 500 Jahre Stuppacher Madonna von Dr. Michael Kessler M.A.

Grünewalds Sakralgemälde von Weltrang: Die Stuppacher Madonna. (Foto: Holger Schmitt)

Dr. Michael Kessler M.A. lebt in Tübingen und ist Theologe, Ausstellungskurator, Literatur- und Kulturwissenschaftler und Vorstandsvorsitzender des Kunstvereins der Diözese Rottenburg-Stuttgart.
Der Spannungsbogen der Auseinandersetzung mit Maria in der modernen Kunst bis herauf in die Gegenwart ist gewaltig und überraschend vielseitig. Er reicht von Max Ernst bis Anselm Kiefer und weiter. Die Beschäftigung der Künstler und Künstlerinnen mit dem theologisch, ikonographisch, dogmatisch und frömmigkeitsgeschichtlich im Lauf der Jahrhunderte nahezu übermächtig angewachsenen Material ist eigenständig und eigenwillig, oft kritisch, auch ablehnend, mitunter auch aggressiv. Ihre Bilder, Skulpturen, Environments sind oft anstößig für fromme Augen und Gemüter; mitunter wirken sie geradezu blasphemisch. Trotzdem ist zu beobachten, dass es eine solche Auseinandersetzung gibt - und zwar überraschend vielseitig, reichhaltig, intensiv und oft auch bereichernd.

Hinweis: Am Donnerstag, 28.04.2016 findet um 19:30 Uhr im Götterzimmer eine Fortsetzung der Vortragsreihe statt. Über „Madonnen unter sich” referiert Dr. Andreas Henning, Kurator für italienische Malerei, Gemäldegalerie Alte Meister Dresden.